Veröffentlicht am 15. April 2026 in Irunero (Lokalzeitung Irun, Baskenland)
Verfasst von Miguel de Castro (aus dem Baskischen übersetzt, leicht geändert)
Die KSM und die integrierte Berufsschule Plaiaundi in Irun haben einen bedeutenden Schritt in ihrer Internationalisierungsstrategie gemacht. Im Jahr 2026 startete Plaiaundi ihre ersten beiden eTwinning-Projekte und knüpfte damit enge Partnerschaften mit Bildungszentren in Berlin und Marburg. Ziel dieser Initiative ist es, die Schülerinnen und Schüler in einem globaleren Umfeld auszubilden und dabei Zusammenarbeit und kulturellen Austausch zu fördern.
Diese Projekte befassten sich mit spezifischen Arbeitsbereichen der beiden Plaiaundi-Zyklen. Zum einen kooperierten die Studierenden der Verwaltungswirtschaft mit dem Zentrum der Kaufmännischen Schulen der Universitätsstadt Marburg, um Modelle für die Geschäftspostverwaltung auszutauschen und zu verbessern. Zum anderen arbeitete das Team der Frühpädagogik mit der OSZ Bürowirtschaft in Berlin zusammen, um eine vertiefte Auseinandersetzung mit der in der heutigen Gesellschaft so wichtigen Geschlechtsidentität anzuregen.
Ausbildungsaustausch
Neben dem digitalen Austausch wurde die Beziehung im März auch durch Präsenz gestärkt. Vom 16. bis 18. März waren deutsche Vertreter in Irun, um sich in den Einrichtungen in Plaiaundi auszutauschen. Vom 22. bis 28. März reiste dann eine Gruppe Studierender aus Irun nach Marburg, um das Projekt dank der finanziellen Unterstützung von Erasmus+ vor Ort weiterzuentwickeln. Diese Mobilitätsaufenthalte waren für die Studierenden unerlässlich, um ihre Selbstständigkeit und ihre Englischkenntnisse zu verbessern.
Maialen López, Geschäftsführerin von Plaiaundi, hob den Mehrwert hervor, den diese internationalen Projekte für die Berufsausbildung bieten. Laut López sind diese Erfahrungen unerlässlich, um die in einer globalisierten Welt erforderlichen übergreifenden Kompetenzen und das interkulturelle Bewusstsein zu erwerben. Zufrieden mit den Ergebnissen, bekundete die Schule ihr starkes Interesse, dieses Kooperationsnetzwerk im kommenden Schuljahr weiter zu vertiefen und zu festigen.
Beim Besuch der Gruppe von Plaiaundi in Marburg, den Frau Jeannette Jockenhövel (Erasmus+ Koordinatorin) für die 11HB01 organisiert hatte, hob Frau OStDin Kerstin Büchsenschütz hervor: „Uns ist der ganzheitliche Blick auf unsere Lernenden von größter Bedeutung. Dabei wollen wir Ängste und Hürden nehmen, Selbstvertrauen kontinuierlich entwickeln und Lernende selbstwirksam werden lassen. Die Teilnahme an den unterschiedlichen Angeboten des Erasmus+-Programmes leisten dazu einen großen Beitrag. Dadurch werden Perspektiven entwickelt, Europa als Gemeinschaft erfahren und gegenseitiges Verständnis entwickelt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Demokratieförderung. Alle Schulformen sollen in den nächsten Jahren die Möglichkeit erhalten, das Erasmus+-Programm kennenzulernen und davon zu profitieren.“
Die KSM ist seit 2024 aktiv im eTwinning mit der Berufsfachschule unter der Leitung von Frau Aeckersberg und Frau Gewiese und in der Höheren Berufsfachschule unter der von Frau Jockenhövel. Nach der Verleihung des Nationalen eTwinning Labels an das Projekt der Berufsfachschule wurde die KSM 2026 als einzige Berufsschule von insgesamt drei Schulen in Hessen mit dem eTwinning-Schullabel ausgezeichnet.
