Jugendgemeinschaftsdienste

Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste

Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste – Gesellschaft für internationale und politische Bildung (IJGD) – sind ein Verband, der seit 1949 Freiwilligenarbeit in alle Welt vermittelt. Der Grundgedanke ist, junge Menschen zu einem eigenverantwortlichen Handeln in der Demokratie zu befähigen und sie zu motivieren, einen Beitrag zur internationalen Verständigung als Grundlage einer demokratischen Weltfriedensordnung zu leisten. Die Dauer der Einsätze liegt zwischen zwei Wochen und einem Jahr. Die Tätigkeitfelder sind z. B. Soziales, Ökologie, Demokratie oder Denkmalpflege. Das Besondere an einem IJGD-Dienst ist neben dem Einsatz für einen guten Zweck die Begegnung mit Jugendlichen aus vielen Ländern. Infos: www.ijgd.de.

WorkCamps, Medium-Term-Volunteer-Services (MTV) und Permanent Camp
Hier handelt es sich um Einsatzdienste im In- und Ausland von drei Wochen bis zu sechs Monaten Dauer in vielfältigen Einsatzbereichen wie Betreuung von Flüchtlingen, Betreuung Behinderter, Betreuung und Instandsetzung von Spielplätzen, Häuserbau, Renovierung von Begegnungsstätten usw. Für die Teilnahme wird in der Regel ein geringer Beitrag erhoben, der die Unterbringung und Verpflegung abdeckt. Die Anreise muss selbst finanziert werden.

European Voluntary Service (EVS)
Im Rahmen des Programms EVS vermitteln die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste Auslandspraktika im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich in europäische Länder. Finanziert werden diese Praktika aus Mitteln des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ (2014 – 2020), für die Teilnehmer ist der Aufenthalt kostenfrei. Die Praktika sollen die Solidarität, die aktive Europäische Bürgerschaft sowie das gegenseitige Verständnis unter jungen Menschen fördern. Während der Teilnahme am EVS besteht ein Anspruch auf Kindergeld. Infos: www.ijgd.de

Weltwärts
ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, initiiert und gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weltwärts vermittelt Einsätze nach Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Es ist ein Aufnahmeverfahren zu durchlaufen; Weltwärts eignet sich nur für entwicklungspolitisch engagierte junge Menschen. Das BMZ übernimmt die Kosten für vor- und nachbereitende Seminare, Verpflegung, Unterkunft, Versicherungsschutz (Unfall-, Haftpflicht, Auslandskrankenversicherung, keine Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung) und Fahrten im Gastland. Vom Freiwilligen wird erwartet, dass er/sie einen Förderkreis aufbaut und bis zu 225,00 € monatlich an Spenden akquiriert. Deutschsprachige Informationen unter: www.weltwaerts.de/de

Verein für Soziale Dienste International e. V.
Dieser Verein wurde von ehemaligen Freiwilligen mit dem Ziel gegründet, interkulturelle Auslandsaufenthalte kostengünstig zu ermöglichen. Der Verein betreut Projekte in den USA, Südafrika und den Philippinen und vermittelt in Partnerprojekte nach Brasilien, Chile, Kambodscha, die USA und Georgien. Insbesondere geht es um die Betreuung von Kindern, Jugendlichen, Obdachlosen und Stadtteilarbeit. Die Einsatzzeit beträgt 12 Monate. Auf seiner Website der Verein Einblick in Balance von Förderung, Teilnehmerbeiträgen und Programmkosten. In vielen Fällen können diese Dienste bei entsprechender Berufs- und Studienwahl als Praktikum anerkannt werden. Infos: www.social-services.net

Stellenbörse von ausland.org
Der Berliner Verein Sobia e. V. hat mit Unterstützung des Bundesministeriums für Frauen, Familie und Soziales eine Datenbank aufgebaut, über die zahlreiche Träger von Freiwilligenarbeit Praktika und Auslandsaufenthalte vermitteln. Man kann sich auf diesem Portal vielfältig orientieren: nach der Art des Aufenthalts (Praktikum, FSJ, FÖJ, Workcamps usw.), nach der anbietenden Organisation (eine wichtige Hilfe, um zu erkennen, wie viel Hilfe und wie viel Tourismus in dem Projekt steckt) und nach Ländern. Wer in den Angeboten seinen Wunscheinsatz nicht findet, kann auch selbst ein Gesuch aufgeben. Infos: www.ausland.org/de