Freiwilliges Jahr

Freiwilliges Soziales Jahr

Idee
Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist geeignet für junge Menschen, die ihre Vollzeitschulpflicht (10 Schuljahre) erfüllt haben, sozial engagiert sind und ihren 27. Geburtstag noch nicht gefeiert haben. Im FSJ können sie ihre persönlichen Kompetenzen erweitern, einen Arbeitsbereich im Bereich der sozialen Arbeit kennen lernen und sich beruflich orientieren. Die Regeldauer beträgt 1 Jahr, die Mindestdauer 6, die Höchstdauer 24 Monate. Dieses Angebot besteht auch für Minderjährige ab 16 Jahren. Allerdings nehmen nicht alle Einsatzstellen Jugendliche unter 18 Jahren.

Einsatzstationen
für FSJler sind Altenheime, Pflegeheime, Kindergärten, Krankenhäuser, Sozialstationen, Behinderteneinrichtungen, Schulen, Sportverbände, aber auch die Feuerwehr und Kultureinrichtungen. Ein FSJ kann ebenso in der Denkmalpflege und in Organisationen des politischen Lebens absolviert werden. Das FSJ beginnt zum 1. August oder 1. September; die Bewerbung sollte möglichst schon am Jahresanfang, also 8 Monate vorher, direkt bei dem gewählten Träger erfolgen. Die Erfahrungen in der sozialen Arbeit werden in begleitenden Seminaren vertieft; dafür sind 25 Seminartage verpflichtend. Eine Übersicht über Träger im Inland bietet die vom Bundesarbeitskreis FSJ betriebene Seite www.pro-fsj.de. Dem Bundesarbeitskreis gehören alle großen überregionalen Träger an.

Kosten
Die Träger bieten freie Unterkunft und Verpflegung, zum Teil Fahrkosten und Essensgeld. Einige Träger zahlen ein Taschengeld, dieses beträgt durchschnittlich 150,00 €, maximal 330,00 €. Die Eltern behalten den Kindergeldanspruch. FSJler sind sozialversichert (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung), die Beiträge zahlt der Träger. FSJler haben einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen in 12 Monaten.

Rechtsgrundlage
Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (Jugendfreiwilligendienstegesetz FFDG)

Einen Platz finden
In Hessen gibt es pro Jahr etwa 2 500 Plätze für FSJler. Das Internetangebot des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration informiert über Ziele und Voraussetzungen für ein FSJ in Hessen. Unter dem Button „helfen“ finden sich alle Träger eines FSJ in Hessen im Kurzprofil. Infos: www.fsj-hessen.de

FSJ im Ausland
Während ein FSJ im Inland kostenneutral ist, müssen Teilnehmer(innen) eines FSJ im Ausland zusätzlich zu den Reisekosten oft weitere Gelder aufbringen, da die Zuschüsse der Länder in der Regel zur Deckung aller anfallenden Kosten des Aufenthaltes nicht ausreichen. Grundinformationen zu diesem Thema bietet die vom Verein für soziales Leben e. V. unterhaltene Seite www.bundes-freiwilligendienst.de/ausland/freiwilliges-soziales-jahr-im-ausland-fsj.html. Eine Übersicht über die in Hessen zugelassenen Organisationen für ein FSJ im Ausland bietet www.auslandsfreiwilligendienst.de.

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Idee
Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr ist geeignet für junge Menschen, die ihre Vollzeitschulpflicht (10 Schuljahre) erfüllt haben, im Bereich Umweltschutz/Nachhaltiges Wirtschaften engagiert sind und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Im FÖJ können ihre persönlichen Kompetenzen erweitern, Aufgaben im Berufsfeld Umwelt/Nachhaltiges Wirtschaften kennen lernen und sich beruflich orientieren. Die Regeldauer beträgt 1 Jahr, die Mindestdauer 6, die Höchstdauer 24 Monate. Das Angebot ist für junge Menschen zwischen 16 – 27 Jahren, die Schule muss zehn Jahre besucht worden sein.

Einsatzstationen
für FÖJler sind land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Umweltverbände, Tierschutzorganisationen, Naturschutzzentren, Initiativen und Einrichtungen der Umweltbildung, der Lebensmittelverarbeitung und des wissenschaftlichen Umweltschutzes. Das FÖJ beginnt zum 1. August oder 1. September, die Bewerbung sollte möglichst schon am Jahresanfang, also 8 Monate vorher, direkt bei dem gewählten Träger erfolgen. Die Erfahrungen in der ökologischen Arbeit werden in begleitenden Seminaren vertieft, dafür sind 25 Seminartage verpflichtend. Eine Übersicht über Träger im Inland bietet die vom Bundesarbeitskreis FÖJ betriebene Seite www.foej.de.

Kosten
Die Träger bieten freie Unterkunft und Verpflegung, zum Teil Fahrkosten und Essensgeld. Einige Träger zahlen ein Taschengeld, dieses beträgt durchschnittlich 150,00 €, maximal 330,00 €. Die Eltern behalten den Kindergeldanspruch. FÖJler sind sozialversichert (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung), die Beiträge zahlt der Träger. FÖJler haben einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen in 12 Monaten.

Rechtsgrundlage
Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (Jugendfreiwilligendienstegesetz FFDG)

Einen Platz finden
Das Internetangebot www.foej.de/ bietet eine Übersicht über die Träger im Inland. In Hessen gibt es drei anerkannte Träger für das FÖJ: Das Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck www.ev-freiwilligendienste-hessen.de; das Naturschutz-Zentrum Hessen e. V. in der Naturschutz-Akademie Hessen www.foej-hessen.de und das DRK in Hessen – Volunta gGmbH www.volunta.de. Während man bei den ersten beiden Dachverbänden direkt nach Einsatzstationen suchen kann, müssen Interessent(inn)en bei Volunta eine Bewerbung absenden. Sie werden dann zu einer Informationsveranstaltung und im Anschluss zu einem persönlichen Informationsgespräch eingeladen.

FÖJ im Ausland
Es gibt nur wenige Plätze für ein FÖJ im Ausland, die drei Trägereinrichtungen findet man unter dem Link FÖJ Ausland auf der Seite www.foej.de.

Bundesfreiwilligendienst

Anders als das Freiwillige Soziale Jahr bzw. das Freiwillige Ökologische Jahr steht der Bundesfreiwilligendienst Menschen aller Altersgruppen offen. Die Regeldauer beträgt 1 Jahr, Rechtsgrundlage ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG). Bewerben kann sich jeder, der die Vollzeitschulpflicht (10 Schulbesuchsjahre) erfüllt hat. Die Einsatzstellen sind im sozialen Bereich (z. B. Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, Behinderteneinrichtungen), im Sport, der Kultur- und Denkmalspflege, der Integration, dem Zivil- und Katastrophenschutz sowie in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz. Die Teilnehmer sind in der Sozialversicherung Auszubildenden gleich gestellt und erhalten ein monatliches Taschengeld (2015 maximal 363 €). Jedes Jahr finanziert der Bund  35 000 Stellen im Bundesfreiwilligendienst. Die Vergabe der BFD-Stellen erfolgt über die entsprechenden Träger, ein Verzeichnis findet man unter http://www.bundes-freiwilligendienst.de/traeger-einsatzstellen.html.