Auch die Bundessiegerin des Jahres 2013 kommt aus den KSM

 


„Sie haben eine phantastische Leistung vollbracht. Sie sind die besten Azubis 2013 in Ihrem Beruf – nicht nur in Ihrer Region, nicht nur in Ihrem Bundesland, sondern in ganz Deutschland“, betonte Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) während seiner Laudatio. Er richtete seine Worte an 224 „Super-Azubis“, die in Berlin vor mehr als 1 000 Gästen in einer großen Feier geehrt wurden. Zu ihnen gehörte auch Stefanie Feige. Sie war Auszubildende zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel mit der Fachrichtung Außenhandel an den Kaufmännischen Schulen und im Ausbildungsbetrieb B. Braun Melsungen AG. Damit erweist sich die Kombination aus Ausbildungsschule und Ausbildungsbetrieb erneut als sehr erfolgreich, denn auch ihr Vorgänger, Sebastian Senff, absolvierte seine Ausbildung bei B Braun und konnte im Jahr 2012 den Titel des besten Auszubildenden für sich in Anspruch nehmen.

Der Schulleiter der KSM, Oberstudiendirektor Siegmar Günther, dankte beim Erhalt der freudigen Nachricht aus Berlin insbesondere dem ehemaligen Klassenlehrer von Stefanie Feige, Oberstudienrat Joachim Striepecke, der zusammen mit seinem Lehrerteam den schulischen Anteil der Ausbildung verantwortete.

In diesem Jahr haben sich mehr als 330 000 Teilnehmer den IHK-Abschlussprüfungen gestellt. 224 von ihnen haben ihre Prüfungen mindestens mit dem Ergebnis „sehr gut“ abgelegt. Unter ihnen befinden sich neben Stefanie Feige vier weitere Auszubildende aus dem IHK-Bezirk Kassel-Marburg. Schweitzer überreichte den Ausnahme-Azubis Urkunden und Pokale und betonte, dass eine duale Ausbildung sich lohne – „für die Unternehmen, für die Jugendlichen und für die Gesellschaft.“ Zugleich warnte er in seiner Rede aber auch vor dem anhaltenden Trend zum Studium: „Jahrelang haben wir unter dem Druck der OECD alles dafür getan, unsere Akademikerquote zu erhöhen. Inzwischen platzen unsere Hörsäle aus allen Nähten, während überall im Land Unternehmen händeringend um Azubis werben. Unserem Wirtschaftsstandort droht damit Schaden. Denn Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hängen in hohem Maße von unserer dualen Ausbildung ab.“ Viele IHK-Ausbildungen, so Schweitzer weiter, könnten mit Hochschulausbildungen anderer Länder ohne weiteres mithalten und hätten mit ihrer Praxisnähe einen entscheidenden Vorteil. Eine breite Palette spannender Berufe biete Karrierechancen für Hauptschüler, Realschüler und Abiturienten gleichermaßen. Und hohe Akademikerquoten seien hingegen noch kein Garant für eine florierende Wirtschaft und eine niedrige Jugendarbeitslosenquote, wie das Beispiel der südeuropäischen Krisenländer zeige.

Neben DIHK-Präsident Schweitzer, den jungen Auszubildenden und ihren Angehörigen sowie Vertretern der Ausbildungsbetriebe sorgten auch weitere prominente Gäste für eine außergewöhnliche Atmosphäre. Festredner Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Energie, sowie zahlreiche weitere Bundestagsabgeordnete nahmen ebenfalls an der Feier teil.

Durch die nationale Bestenehrung würdigt die IHK-Organisation nicht nur die guten Leistungen der Auszubildenden und das Engagement der betrieblichen und schulischen Ausbilder, sondern hebt damit zugleich den Wert der dualen Ausbildung hervor.

Stefanie Feige (Kauffrau im Groß- und Außenhandel mit der Fachrichtung Außenhandel)
und DIHK Präsident Dr. Eric Schweitzer während der Preisverleihung in Berlin.
Foto: Jens Schicke


 

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