Suchtprävention an den KSM

Hinter jedem Winter steckt ein zitternder Frühling und hinter dem Schleier jeder Nacht verbirgt sich ein lächelnder Morgen.
(Khalil Gibran)
Ganz nach diesem Motto wollen wir allen Schülerinnen und Schülern der KSM anbieten, euch bei Problemen, die im Zusammenhang mit Drogen oder Suchverhalten stehen, zu informieren, zu beraten und zu unterstützen.
Natürlich werden die Gespräche unter vier Augen geführt und vertraulich behandelt.
Also würden wir uns freuen, wenn ihr uns Vertrauen entgegenbringt und bei Bedarf einen Versuch macht, Kontakt mit uns aufzunehmen.
Eure Suchtpräventionslehrer
Herr Ghiai
Frau Weiß
Hintergrundinformationen
Wir verstehen suchtvorbeugende Arbeit als Förderung personinterner Möglichkeiten, die das Auftreten suchtorientierten Problemverhaltens verhindern oder wenigstens einschränken helfen: „Schulische Suchtprävention will Kindern und Jugendlichen helfen, in ihrem persönlichen und sozialen Entwicklungsprozess diejenigen psychischen Eigenschaften und Fähigkeiten auszubilden, die es ermöglichen, auch schwierigen Lebenssituationen standzuhalten“. Suchtprävention in diesem Sinn ist im Ansatz drogenunspezifisch, setzt bei möglichen persönlichen Ursachen für Suchtverhalten ein und vermittelt vor allem lebenspraktische Fertigkeiten, die als protektive Faktoren über einen längeren Zeitraum wirksam werden können.
Der Erlass von 1997 weist im Zusammenhang suchtpräventiver Arbeit auf folgende allgemein-pädagogische Zielvorgaben hin:
Erziehung zur „Selbständigkeit und Selbstverantwortung“
Förderung und Entwicklung von „Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen“
Hinführung zu „Konfliktfähigkeit ... und ... Frustrationstoleranz“
Entwicklung und Förderung von „Kontakt- und Beziehungsfähigkeit“
Förderung der „emotionale(n) Erlebnisfähigkeit“
Anleitung zur Wahrnehmung eigener (nicht fremdbestimmter) Bedürfnisse und Ziele
Vermittlung von Orientierung und Grundwerten
Bereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer zu persönlicher Nähe und kritischer Distanz
Suchtaufklärung als Teilaufgabe der Präventionsarbeit
Schwerpunkte der suchtpräventiven Arbeit an den Kaufmännischen Schulen sind (vor allem für Schülerinnen und Schüler der Vollzeitschulformen):
schulformbezogene unterrichtsübergreifende Projekte
schulformübergreifende wiederholte Einzelveranstaltungen
themenbezogene Unterrichtssequenzen
Schulformbezogene unterrichtsübergreifende Projekte
vor allem in Form von
Projekten im Rahmen des „Adventure Based Counseling“ und
von erlebnispädagogisch gestalteten Klassenfindungsprojekten
Schulformübergreifende Einzelveranstaltungen
vor allem
als Suchtpräventionstage in Form eines „Tags der SehnSüchte“, an dem die Schülerinnen und Schüler ausgewählter Klassen sich in verschiedene Workshops (z. B. zum Thema Entspannung, Magersucht und Bulimie, sexueller Missbrauch, bis hin zu sportbezogenen und kunsthandwerklichen sowie suchtmittelspezifischen Workshops) einwählen können.
Themenbezogene Unterrichtssequenzen
werden über alle Schulformen und Jahrgänge sowohl von Kolleginnen und Kollegen als auch von den Beratungslehrkräften durchgeführt; auf entsprechende Weise auch im Sportunterricht (Entspannungstraining, Selbstverteidigungstraining, Kanu-Touren etc.).