Fair-Trade-Tage an den KSM

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Teamer der Workshops 2016

Teamer der Workshops 2014

Seit dem Schuljahr 2014/15 führen die Kaufmännischen Schulen Marburg (KSM) in enger Kooperation mit dem Weltladen Marburg, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen EPN Hessen e. V. und der Fachpromotorin für Globales Lernen jährliche Projekttage zu Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion, Fairem Handel und Verbraucherbildung durch. Ziel der Projekttage ist Schülerinnen und Schüler über Missstände, die mit unserem Konsumverhalten und Wirtschaftssystem in Verbindung stehen, zu informieren und ein Bewusstsein für Alternativen zu schaffen. In den Workshops werden Möglichkeiten aufgezeigt wie sich jede und jeder selbst aktiv für mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit einsetzen kann. Die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Vollzeit- und Teilzeitklassen werden darin bestärkt, sich kritisch und selbstbewusst mit ihrer beruflichen und privaten Rolle in der (Welt)Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Um die Themen der Projekttage an der Schule konkret sichtbar zu machen und erste Schritte zu mehr Gerechtigkeit zu gehen, wird der Kauf von fair gehandelten Produkten gefördert. Die Universitätsstadt Marburg wurde 2009 aus 39 Mitbewerbern als „Hauptstadt des Fairen Handelns“ ausgezeichnet und ist zudem Fairtrade Town. Das große Angebot an fair- und nachhaltig hergestellten Produkten spiegelt sich in der Angebotspalette vieler Marburger Einzelhandelsgeschäfte wieder (FAIR KAUFEN). Dies ist für uns Ansporn die Themen Fairer Handel und Nachhaltigkeit im Unterrichts- und Fortbildungsangebot der KSM zu verankern. Eine in der Vorweihnachtszeit durch den Weltladen Marburg initiierte Verkaufsaktion an den Kaufmännischen Schulen Marburg soll den Absatz fair gehandelter Produkte fördern.

Weitere Infos:
Weltladen Marburg
FAIR KAUFEN
EPN Hessen e. V.

Workshops

Workshop: Das Leben eines Computers

In diesem Workshop werden mit den Schülerinnen und Schülern die wesentlichen Stationen, die ein Computer während seines „Lebens“ durchläuft, thematisiert. Der Film „Behind the Screen“ wirft einen Blick hinter die Fassade der Elektronikindustrie. Startpunkt ist der Regenwald Ghanas. Dort stehen junge Goldschürfer bis zu den Knien im Schlamm. In der tropischen Hitze rackern sie sich mit Schaufel und Spitzhacke ab. Flüsse sind durch das beim Goldabbau verwendete Quecksilber und Zyanid vergiftet. Das gewonnene Gold findet seinen Weg in Leiterplatinen von Computern. In Tschechien setzen Arbeiter die Computer zusammen, der globale Konkurrenzkampf im Sektor wird auf ihrem Rücken ausgetragen.

In einer dunklen Gasse in Pardubitz erzählt Janko: Zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche schuftet er am Fließband, für einen Hungerlohn von zwei bis drei Euro pro Stunde. Die Spur der ausrangierten PCs führt wieder nach Ghana. Meterhoch türmen sich Computerbildschirme, Drucker und Tastaturen. Jeden Monat landen 500 Containerladungen Elektroschrott aus den Industrieländern in Ghana. Offiziell als Secondhand-Ware deklariert sind 90 % schon bei der Ankunft Müll. Die Flammen lodern grell auf, wenn sie die Plastikummantelungen verbrennen. Die giftigen Dämpfe schlagen ihnen direkt ins Gesicht.

Workshop: Fairer Handel

In diesem Workshop wird beschrieben, was den Fairen Handel ausmacht, woran die Schülerinnen und Schüler fair gehandelte Produkte erkennen und wie er wirkt – sowohl im Globalen Süden als auch im Norden.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Standards des fairen Handels auseinander und informieren sich über soziale Fragen in der globalen Arbeitsteilung. Ihnen werden Möglichkeiten aufgezeigt, in welchen Einzelhandelsgeschäften der Stadt Marburg fair gehandelte Produkte angeboten werden.

Weitere Infos:
FAIR KAUFEN

Workshop: Flucht und Asyl

Die Gründe  afür, dass sich zurzeit über 60 Millionen Menschen  auf der Flucht befinden, sind vielfältig. Im Workshop wird über die Ursachen für Flucht gesprochen: Bürgerkriege, Verfolgung und fehlende wirtschaftliche Perspektiven in den Heimatländern der Flüchtlinge sind wichtige Ursachen für Flucht und Vertreibung. Die wirtschaftliche Benachteiligung des Globalen Südens ist durch das derzeitige Weltwirtschaftssystem strukturell verankert. Internationale Handelsregeln wirken sich nachteilig auf diese Länder aus, während Teile der Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen des Globalen Nordens davon profitieren.

Workshop: Globales Weltbevölkerungswachstum

Die Weltbevölkerung wächst schneller als bislang vermutet. Das geht aus dem neuen Bericht der Vereinten Nationen hervor (veröffentlicht 29.07.2015). Alle zwei Jahre aktualisieren die Experten aus der UN-Bevölkerungsabteilung ihre Berechnungen. In diesem Jahr mussten sie die Zahlen deutlich nach oben korrigieren.

Der im Workshop gezeigte Dokumentarfilm „Population Boom” untersucht das Phänomen der Überbevölkerung. Während seiner Recherchen rund um den Globus stellt der Filmemacher fest, dass die Theorien und Szenarien über den Bevölkerungsboom zum Selbstläufer geworden und in ihrem Kern oft überholt sind: Nicht die zur Neige gehenden Ressourcen, sondern deren ungerechte Verteilung und die Machtpolitik westlicher Staaten seien ursächlich für Hunger und Umweltprobleme. „Population Boom“ liefert erhellende und hoffnungsvolle Erkenntnisse und ist ein Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit.

Neben einem Filmgespräch beinhaltet der Workshop ein Stationen lernen zu den Themen ökologische Ressourcen und planetarische Grenzen, Fragen zur globalen Nahrungsmittelverteilung und zum ökologischen Fußabdruck des eigenen Lebensstils.

Workshop: Handy/Smartphone

Ständig erreichbar sein, mal eben eine schnelle SMS schicken oder kurz zurückrufen – das Smartphone ist aus dem Alltag von Schülerinnen und Schülern nicht mehr wegzudenken. Meistens haben Smartphones eine kurze Lebensdauer (Produktobsoleszenz). Nach einem bis zwei Jahren sind sie nicht mehr up to date oder im neuen Vertrag ist das neue Smartphone direkt enthalten. Was bedeuten diese Konsumgewohnheiten für die Welt, die Umwelt und die Menschen, die an der Herstellung der Smartphones beteiligt sind? Die Schülerinnen und Schüler erfahren woraus Smartphones bestehen, wo sie produziert werden und was mit ihnen bei der Entsorgung passiert.

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Bildquelle: Oberhessische Presse vom 15.07.2015

Weitere Infos:
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Repaircafe Cölbe
Repaircafe Cappel

Workshop: Mode und Textil

Das Modekarrussel dreht sich immer schneller. Gab es früher zwei Kollektionen im Jahr, so sind es heute bis zu zwölf. Die Workshop-Teilnehmer setzen sich mit den Arbeitsbedingungen und Umweltschutz in globalen Produktionsketten sowie mit bestehenden Umweltproblematiken auseinander. Die Schattenseiten der Fast Fashion werden in den Workshops behandelt und als Gegenmodell werden mit der Slow-Fashion-Bewegung Alternativen zum Textilkonsum aufgezeigt. In einer Stadtrallye erkunden sie Einzelhandelsgeschäfte, fragen nach Siegeln und entdecken alternative Labels.

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Workshop „Mode und Textil“ 2014

Weitere Infos:
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Bildquelle:
https://www.google.de/search?q=Marburg+erster+fairer+stadtplan&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj_trXG9IrUAhWF8RQKHX0pCkgQ_AUICigB&biw=1920&bih=974#imgrc=XxBa8NtMvCdjiM:

Workshop: Postwachstum/Repair-Café

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen auseinander und lernen das Konzept Nachhaltigkeit kennen. Sie befassen sich mit der geplanten Obsoleszenz (Produktobsoleszenz), der von Herstellern absichtlich eingeschränkten Lebensdauer von Produkten, die den Absatz von Ersatzprodukten erhöhen sollen. Es geht um die ökonomischen und ökologischen Folgen der Konsumgesellschaft. Damit Alternativen auch praktisch erfahrbar werden, stellen engagierte Bürgerinnen und Bürger positive Beispiele wie Offene Werkstätten oder Repair-Cafés vor, oder diese werden direkt besucht.

Weitere Infos:
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Workshop: Weltfrühstück

Unser Weltfrühstück ist eine Einladung zu einem gemeinsamen Frühstück im Botanischen Garten Marburg. Dabei können die Schülerinnen und Schüler ökologische und fair gehandelte Leckereien kosten. Jedes Produkt hat seinen  eigenen Geschmack und seine eigene Geschichte. Woher kommt der Orangensaft? Wer verdient am Kakao? Und was hat das mit mir zu tun?

An unterschiedlichen Stationen suchen die Schülerinnen und Schüler nach Antworten auf diese und andere Fragen. Bei einem Rundgang durch die Tropengewächshäuser des Botanischen Gartens Marburg erfahren sie etwas über die Pflanzen und ihren Anbau. In einem Weltverteilungsspiel diskutieren sie die „Arbeitsteilung“ der Welt in Bezug auf Nahrungsmittel.