Colorado-Austausch im Herbst 2015

Neue Erfahrungen gesammelt, neue Freunde gefunden, unsere Englischkenntnisse verbessert, das sind die ersten Worte, die uns bei dem Wort „Colorado“ einfallen.

Die drei Wochen über die Herbstferien 2015, die wir in den USA mit unseren Gastfamilien verbringen durften, waren eine der schönsten Erfahrungen, die wir sammeln konnten.

Schon nach dem langen und erschöpfenden Flug haben uns unsere Gastfamilien mit offenen Armen und einem glücklichen Lächeln empfangen. Am Flughafen stellten sich uns sehr herzlich unsere Familien vor und die Familien haben auch versucht, sich untereinander kennenzulernen, damit sie die Freunde ihres Gastkindes kennenlernen und sich mal treffen können. Nach der wunderbaren Aufnahme ist jeder anschließend mit seiner Gastfamilie nach Hause gefahren, um mit der Familie Zeit zu verbringen.

Nach der ersten ungewohnten aber auch angenehmen Nacht bei unserer Gastfamilie ging es am nächsten Tag auf den „All Day Field Trip“. Unser erster Ausflug war sehr schön, aber gleichzeitig auch ein bisschen anstrengend. Doch die wunderschönen amerikanischen Felsen im „Garden of the Gods“ haben uns Kraft gegeben.

Am nächsten Tag war es dann so weit, unser erster Schultag stand an. Wir alle waren sehr aufgeregt, aber dies brauchten wir gar nicht sein, denn die Schüler haben uns dort herzlich aufgenommen. Manche sind mit dem typischen, amerikanischen Schulbus in die Schule gekommen, andere wurden von ihren Gastfamilien gefahren. Wir alle hatten unterschiedliche Stundenpläne, sodass wir nicht immer mit deutschen Schülern in einem Kurs waren. Aber das war nicht so schlimm, da die amerikanischen Schüler uns nie das Gefühl gegeben haben, dass wir auf uns alleine gestellt sind. Die Lehrer dort haben uns unterschiedlich aufgenommen, bei manchen saßen wir nur im Hintergrund der Klasse und für andere waren wir der Mittelpunkt der Stunde.

Nachdem die Schule um 15 Uhr endete, gingen wir alle zu unseren Gastfamilien und unternahmen unterschiedliche Dinge mit ihnen. Manche gingen mit ihrer Familie reiten, andere sahen zusammen fern und wieder andere spielten den ganzen Abend mit ihnen Spiele, wie UNO.

Am Samstag ging es dann wieder los mit einem Field Trip in Denver. Dieser Field Trip machte auch wieder viel Spaß und war wieder eine Abwechslung von der Schule. Am Sonntag gab es dann den ersten (von den fünf) Gastfamilientagen, dass hieß, wir verbrachten den ganzen Tag mit ihnen. Jeder Schüler machte unterschiedliche Dinge mit den Gasteltern, dies stärkte die Bindung zu ihnen und wir lernten sie genauer kennen. Aber eine Sache gab es, die jeder Austauchschüler mit seiner Gastfamilie machte, nämlich zur Kirche gehen, so lernten wir auch die religiöse Seite unserer Familie kennen. Die anderen Tage waren gemischt, d. h. mal waren wir in der Schule und an anderen Tagen machten wir Field Trips oder gingen shoppen. Diese Mischung war sehr gut, denn somit hatten wir nicht nur das Gefühl, dass wir nur in die Schule gehen, sondern hatten immer mal wieder Abwechslung.

Dann am nächsten Samstag und Sonntag hatten wir wieder zwei freie Tage mit unserer Familie. Manche Gastfamilien sahen dies als eine Chance und fuhren mit den Schülern auch mal in andere Städte, um ihren Verwandten die Gastkinder vorzustellen.

Ab dem Montag bis Freitag war es dann eine typische Schulwoche, in der wir regulär bis 15 Uhr Schule hatten, das fanden die meisten sehr anstrengend, da es auch keine Abwechslung gab, wie in den anderen Wochen. Aber durch diese Woche bekamen wir einen guten Überblick über das amerikanische Schulleben, mit Hausaufgaben und allem Drum und Dran. Das letzte Wochenende stand unserer Gastfamilie wieder frei zur Verfügung und sie planten noch einmal letzte Ausflüge. Am Sonntagabend gab es noch eine „Farewell“-Party, in der sich die Gastfamilien versammelten und wir Geschenke und Urkunden bekamen.

In den letzten zwei Tagen unternahmen wir schulische Aktivitäten, sodass wir uns von unseren neu gewonnenen Freunden verabschieden konnten und noch mal letzte Kontaktdaten austauschen konnten.

Am letzten Tag wurden wir von unseren Gastfamilien zum Flughafen in Denver gefahren. Mit schweren Herzen verabschiedeten wir uns von ihnen, hier und da flossen auch mal Abschiedstränen, dennoch waren wir auch glücklich wieder zurück zu unseren Familien zu fliegen.

Diesen Schüleraustausch in den USA können wir nur jedem empfehlen, diese Erfahrungen und diese Liebe, die uns zuteil wurde, waren eine der besten Erinnerungen, die wir gesammelt haben. Auch die Sprachkenntnisse der Schüler haben sich verbessert. So gibt es kein Argument, das gegen diesen Austausch spricht.

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Impressionen vom Colorado-Austausch

Andelib Ahmad, Philine Tschirner